Frettchen Kaufen

Wer Frettchen kauft, übernimmt damit Verantwortung für Lebewesen. Daher sollte die Anschaffung nur wohlüberlegt und nicht aus einer Laune heraus geschehen.

Das sollten Sie sich vor dem Kauf bewusst machen

Frettchen werden acht bis zehn Jahre alt und benötigen Zeit ihres Lebens Ihre Aufmerksamkeit und Pflege. Daher sollten Sie genau überlegen, ob Ihre Lebensumstände voraussichtlich die nächsten acht bis zehn Jahre so bleiben werden, dass Sie sich stets ausreichend um die Frettchen kümmern können. Unvorhergesehene Ereignisse können immer eintreten, aber viele Dinge kann man auch jetzt schon vorhersehen. Ein arbeitsintensives Studium zum Beispiel.

Damit verbunden sind auch Überlegungen, ob genügend Platz und Zeit für die Tiere vorhanden sind, damit Sie sich mit diesen eingehend beschäftigen und ihnen vier bis sechs Stunden Freilauf pro Tag gewähren können. Bedenken Sie auch, dass die Haltung von Frettchen Geld kostet, gerade tierärztliche Behandlungen und Medikamente können sehr kostenintensiv sein.

Darüber hinaus riechen Frettchen mitunter recht streng und werden von Ihren Mitmenschen unter Umständen nicht sehr geschätzt, da gerade Marderartigen häufig nach wie vor ein nicht allzu guter Ruf anhaftet. Denken Sie darüber nach, ob Sie damit leben können und auch damit, dass Frettchen bei artgerechter Haltung mit rohem Fleisch und dabei auch ganzen toten Beutetieren, wie z. B. Küken oder Mäusen, gefüttert werden sollten. Auch das ist nicht jedermanns Sache.

Auch andere Tiere im Haushalt können zusammen mit Frettchen zu einem Problem werden. Dazu gehören zum Beispiel sämtliche potenzielle Beutetiere, wie zum Beispiel Vögel, Nager und Kaninchen, die durch den Raubtiergeruch der Frettchen unter ständigem Stress stehen. Befinden sich solche Tiere bereits im Haushalt sollte man von einer Frettchenhaltung absehen, sofern man nicht sichergehen kann, dass die Tiere vollständig räumlich getrennt werden können. Das Zusammenleben mit Hunden und Katzen sowie Aquarien- und Terrarienbewohnern stellt dagegen in der Regel kein Problem dar.

Wie bei jedem anderen Haustier auch, muss vor der Anschaffung sichergestellt werden, dass alle Familienmitglieder und, sofern vorhanden, auch der Vermieter mit der Anschaffung der Tiere einverstanden sind. Es sollten keine Allergien gegen die Tiere vorliegen und im Vorfeld bereits klar sein, wer sich um die Frettchen im Urlaub oder Krankheitsfall kümmert.
 
Wo bekomme ich Frettchen her?

Da Frettchen mittlerweile sehr beliebte Haustiere geworden sind und daher auch häufig unüberlegt angeschafft und genauso schnell wieder abgegeben werden, findet man in Tierheimen und Notfallstationen zahlreiche Tiere, die ein neues Zuhause suchen. Hier findet man Frettchen in Sonderfarben genauso wie Jungtiere, weshalb eine Nachfrage bei den entsprechenden Stellen stets lohnt. Die Frettchen dort sind in der Regel schon geimpft und tierärztlich untersucht worden, erwachsene Tiere sind kastriert.

Auch ein seriöser Züchter (Link zu Frettchenzucht) ist eine gute Anlaufstelle, um Frettchen zu erwerben. Diese finden Sie über Annoncen in der Fachpresse oder auch über die Züchterkarten von Interessengemeinschaften aus Frettchenzüchtern und -liebhabern. Manchmal geben auch Wildparks und zoologische Gärten Frettchen ab.

Zoohandlungen verkaufen zum Teil zwar auch Frettchen, jedoch sollte man vom Erwerb dieser Tiere absehen, da dort zum einen die fachkundige Beratung fehlt und die Frettchen zum anderen meist aus nicht gerade vorteilhaften Verhältnissen stammen. Ein seriöser Züchter verkauft seine Frettchen nicht über die Zoohandlung.

Ein Frettchen als Haustier zu halten macht viel Arbeit. Frettchen müssen zweimal täglich gefüttert werden und brauchen viel Liebe und Zuneigung. Außerdem brauchen sie mehrere Stunden Auslauf am Tag. Frettchen machen als Haustier also eine Menge Arbeit. Nur wer dazu bereit ist, sollte sich ein Frettchen zulegen.
Ist diese Entscheidung getroffen, dann geht es an den Kauf eines Frettchens. Auch dabei gibt es einiges zu beachten.

Welche Frettchen passen zusammen?

Man sollte Frettchen nicht alleine Halten. Mindestens zwei Tiere sollen gemeinsam leben. Die Frettchen können miteinander spielen und bewegen sich so mehr. Die Frage ist nun, welche Kombination die beste ist.
Abzuraten ist von der Idee, zwei Männchen (Rüden) zusammen zu halten. Das führt zu Ärger. Die anderen Möglichkeiten sind beide meist ohne Probleme möglich.
Ein Pärchen versteht sich fast immer gut. In diesem Fall ist es aber wichtig, dass die Tiere kastriert sind, wenn man keinen Nachwuchs haben möchte.
Problemlos ist auch in der Regel die Haltung von zwei Weibchen (Fähen).

Wo bekommt man Frettchen her?

Frettchen werden meist im Frühling geboren und dann im Sommer von den Züchtern abgegeben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, von wo man seine Frettchen bekommen kann.
Züchter
Eine meist sehr gute Quelle sind Züchter. Hier hat man meistens sogar die Möglichkeit, etwas über die Eltern zu erfahren. Fazit: Insgesamt also eine empfehlenswerte Quelle.
Tierhandlungen
Manchmal gibt es auch in Tiergeschäften Frettchen. Man hat hier meist keine Möglichkeit, mehr über die Tiere zu erfahren. Man kauft dann „Das Frettchen im Sack“. Fazit: Eher nicht empfehlenswert.
Tierheime
Frettchen, die in Not geraten sind und ein neues Zuhause suchen sind in Tierheimen oder ähnlichen Einrichtungen zu finden. Gerade Neulingen sollte man aber abraten. Oft haben die Tiere schon schlechte Erfahrungen gemacht und dadurch einige Macken. Fazit: Die Einrichtungen sind sehr gut und sinnvoll, aber Anfänger müssen hier sehr vorsichtig sein.

Frettchenhilfe
Eine sehr gute Einrichtung ist die Frettchenhilfe. Hier stehen ehrenamtliche Helfer mit Rat und tat zur Seite und es werden auch Frettchen vermittelt.

Worauf achtet man beim Kauf?

Beim Kauf muss man sehr vorsichtig sein. Gerade auf die Gesundheit sollte man besonders achten. Das Frettchen muss einen guten Gesamteindruck machen und darf keine Anzeichen für Krankheiten zeigen.
Außerdem ist es wichtig, dass die Tiere die notwendigen Impfungen haben.