Frettchen als Haustier

In letzter Zeit werden Frettchen als Haustier immer beliebter. Hier erfahren Sie, was es zu beachten gilt.

Allgemeines zu Frettchen

Frettchen gehören zur Familie der Marder. Sie sind durch lange Züchtung und Haustierhaltung zu dem geworden, was wir heute als Frettchen bezeichnen. Frettchen sind ursprünglich Raubtiere. In freier Wildbahn ernähren Sie sich von Nagetieren, Vögeln und anderen kleineren Tieren. Männliche Frettchen werden Rüden und weibliche Frettchen werden Fähen genannt.

Frettchen: Geschichte eines Jägers

Frettchen wurden als Haustier schon vor langer Zeit für die Jagd auf Mäuse und Ratten eingesetzt. Die ersten Aufzeichnungen erwähnen Frettchen noch vor Christi Geburt. Seit damals werden Frettchen zur Jagd eingesetzt, was auch heute noch der Fall ist. Besonders an Orten, an denen nicht mit Waffen gejagt werden kann, zum Beispiel in Parks, werden kleine Tiere oft immer noch mit Frettchen gejagt.

Frettchen als Haustier

Erst seit relativ kurzer Zeit, seit ca. 25 Jahren, werden Frettchen auch als Haustier im engeren Sinne gehalten. Seitdem werden Frettchen immer beliebtere Haustiere. Gerade die Energie und Lebhaftigkeit haben es vielen Haltern angetan. Aber auch andere Vorteile zählen: Frettchen sind sehr zahm, sehr sauber und entwickeln eine „echte“ Beziehung zu Menschen.

Nachdem Frettchen lange Zeit als Helfer bei der Jagd auf Kaninchen, Mäuse und Ratten sehr geschätzt wurden, stieg ihre Beliebtheit als reine Haustiere etwa seit den 70er Jahren immens. Kein Wunder, wenn man sich die drolligen Gesellen so ansieht, die sehr zahm werden können.

Frettchen sind die domestizierte Form des Iltis und Rüden erreichen eine Länge von 48 bis 80 Zentimetern (zuzüglich 13 bis 19 Zentimeter Schwanz). Die Fähen sind deutlich kleiner und erreichen meist nur eine Länge von 42 bis 60 Zentimetern zuzüglich 11 bis 14 Zentimetern Schwanz. Entsprechend variiert auch das Gewicht. So können Rüden ein Gewicht von 800 bis weit über 2000 Gramm erreichen, während dieses bei Fähen meist nur 600 bis 1000 Gramm beträgt. Darüber hinaus verändert sich das Gewicht abhängig von der Jahreszeit. So ist im Winter eine Gewichtssteigerung von 40 Prozent (Winterspeck) möglich.

Rassen gibt es bei den beweglichen Tieren nicht, jedoch wurden im Laufe der Zeit verschiedene Farbschläge gezüchtet. Die Lebenserwartung der Tiere beträgt bei artgerechter Haltung etwa zehn Jahre.

Durch die steigende Beliebtheit der Tiere häufen sich jedoch auch die Fälle, in denen Frettchen nicht artgerecht gehalten werden. Gesundheitliche Probleme und Verhaltensstörungen sind die Folge. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, was Sie beachten müssen, um Ihren Frettchen ein glückliches, artnahes Leben zu ermöglichen.